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Damen I: "Zahm, ohne Biss und Ehrgeiz" - 2.5.2008

Wasserburg unterliegt Saarlouis im ersten Finale 65:82

Der TSV Wasserburg hat das erste Heimspiel der Saison verloren und muss damit vielleicht schon alle Hoffnungen auf die Titelverteidigung begraben. Im ersten Finale der Best-of-five-Serie gegen die Saarlouis Royals kassierte der deutsche Meister eine verdiente 65:82 (34:42)-Niederlage. Vor 1000 Zuschauern in der nicht ausverkauften Badria-Halle hakte es beim Team von Trainer Hans Brei vor allem am Abschluss. Nicht mal jeder dritte Wurf fand sein Ziel. „So gewinnst du natürlich keinen Blumentopf. Aber wir haben auch in der Verteidigung viel zu zahm gespielt, hatten keinen Biss und in meinen Augen nicht den nötigen Ehrgeiz“, meinte der Coach. „Wir scheinen noch nicht gemerkt zu haben, dass Saarlouis mit aller Macht unseren Titel will. Wenn wir uns nicht schnell anfangen zu wehren, wird das eine kurze Serie.“

Zu Beginn überraschte Gästecoach René Spandauw die Basketballexperten mal wieder und ließ seine Stars Desiré Almind, Rachel Wojdowski und Petra Manaková auf der Bank. Knapp vier Minuten lang ging das gut, sein Team startete stark, führte 5:0 und 9:4. Dann aber drehte der Titelverteidiger auf, Corry Berger leitete mit zwei Korblegern einen Zwischenspurt ein. Spandauw hatte seine Spitzenspielerinnen längst eingewechselt, als Katharina Kühn den deutschen Meister erstmals in Führung brachte (13:11/5.). Saarlouis wirkte beeindruckt, brachte beinahe sechs Minuten lang keinen Ball mehr im Korb unter. Wasserburg versäumte es in dieser Phase seine Fast-Break-Chancen besser zu nutzen und führte „nur“ 19:11 (9.) und 22:13 kurz vor Ende des Viertels. Psychologisch wichtig waren dann die vier Punkte, die Saarlouis in den letzten Sekunden des Abschnitts noch gelangen, denn von diesem Zeitpunkt an spielten nur noch die Gäste.

Sie waren athletisch und läuferisch eine Klasse stärker, verteidigten aggressiver und gingen ein enorm hohes Tempo. Das allein war allerdings nicht ausschlaggebend für das folgende katastrophale zweite Wasserburger Viertel. Der weitere Grund war schlicht und einfach: Der Ball wollte nicht durch den Ring. Nur zwei Körbe gelangen dem Titelverteidiger aus dem Spiel, davon ein Dreier von Katrina Hibbert, der einzige in der ersten Halbzeit. Ansonsten warfen die Gastgeberinnen Fahrkarten, ein gefundenes Fressen für die reboundstarken Gäste (Schlussbilanz 48:38 für Saarlouis). Die schalteten blitzschnell auf Angriff um und kamen gegen eine entblößte Wasserburger Defensive immer wieder zu leichten Punkten. Julie Page brachte die Gäste mit 23:24 (13.) in Front, die dann schier unaufhaltsam davon zogen. Symptomatisch, dass immer die Gäste in den letzten Sekunden eines Viertels, kurz vor einer Verschnaufpause, noch eine Schippe drauflegten. Im ersten Viertel waren es vier, im zweiten sechs und im dritten Abschnitt fünf Punkte, die Saarlouis beinahe ohne Gegenwehr erzielen durfte.

So erspielten sich die Gäste schon kurz nach der Pause eine komfortable 55:40-Führung (25.), die nur in den nächsten drei Minuten noch einmal in Gefahr geriet. Wasserburg investierte nochmals alle Energie in die Verteidigung und kam auf 51:57 heran. Als aber wieder zwei vermeintlich leichte Korbleger nicht in den Ring fielen und Dominika Nawrotek im Gegenzug einen Dreier versenkte, war beinahe jede Gegenwehr beim deutschen Meister gebrochen. Verzweiflung ob des eigenen Wurfpechs machte sich auf den Gesichtern breit. Aber auch ungläubiges Staunen ob der Power und Aggressivität der Gäste, die dem deutschen Meister kaum Luft zum Atmen ließen. Näher als neun Punkte kam Wasserburg den Gästen den Rest der Partie nicht mehr, nach dem 65:80 durch Page zwei Minuten vor dem Ende begruben auch die treuesten Fans jede Hoffnung.

Lange Zeit zum Nachdenken bleibt dem Titelverteidiger nicht, schon am Sonntag, 15 Uhr, steht Spiel 2 der Serie in Saarlouis auf dem Tableau. „Wir müssen eigentlich jeden Aspekt unseres Spiels um mindestens eine Klasse heben, sonst sehe ich schwarz. Und die Schlüsselspielerinnen müssen mal ihre normale Leistung zeigen, das würde ja schon reichen für den Anfang“, hofft Brei auf Besserung am Sonntag.

Fan-Party in Badria-Gaststätte

Die daheimgebliebenen Wasserburger Fans treffen sich um 15.00 Uhr in der Badriagaststätte Sea You, um auf Großbildleinwand mit dem deutschen Meister mitzufiebern. Wie auch schon im Halbfinale gegen Freiburg soll es aus Saarlouis einen Live-Übertragung im Internet geben.

Es spielten: Katharina Kühn (9 Punkte, 15 Rebounds, 2 Assists), Katrina Hibbert (19 Punkte, 9 Rebounds, 3 Assists), Corry Berger (22 Punkte, 3 Rebounds), Diana Pop (8 Punkte, 3 Rebounds, 7 Assists), Svenja Brunckhorst, Evelyn Walters (2 Rebounds), Alexandra Müller (1 Rebound), Gusti Reiser und Rebecca Thoresen (7 Punkte, 1 Rebounds, 3 Assists).

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