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Damen I: Interview mit Gaby Brei - 13.12.2005

So professionell der deutsche Meister auf dem Feld regelmäßig die Gegner abkocht, so reibungslos laufen auch die Vorbereitungen im Hintergrund. Und da geht nichts ohne Gaby Brei - ein Interview von Florian Danner

Die sportliche Leiterin des Teams kümmert sich um Wohnungen, Aufenthaltsgenehmigungen, Versicherungen, Lizenzen, Spielerpässe und organisiert auch noch die EuroCup-Auftritte. Wenn Not an der Frau ist, zieht sich die ehemalige Bundesligaspielerin (USC München) auch noch das Trikot über, wie zuletzt in Maddaloni. Aber wenn kein sportliches Wunder passiert, absolviert der deutsche Meister heute abend sein letztes Europacupspiel in dieser Saison.

  • Gaby Brei, Ihr Team steht kurz vor dem Aus. Wie fällt die EuroCup-Bilanz in diesem Jahr aus?
  • Auf alle Fälle positiv. Wir haben eine sehr gute Vorrunde gespielt mit vier Siegen und nur zwei Niederlagen. Unsere Fans waren überragend. Gegen Ruzomberok hatten wir über 1000 Zuschauer in der Badria-Halle. In Maddaloni hatten wir halt einen schlechten Tag und die Italienerinnen einen sehr guten.
  • Der Aufwand, sowohl zeitlich als auch finanziell ist enorm? Lohnt es sich überhaupt, wenn man so früh auszuscheiden droht?
  • Das Gegenteil ist eher der Fall. Je weiter wir kommen, desto höher ist das finanzielle Risiko. Bei Heimspielen müssen die Gegner und Schiris versorgen, auswärts müssen wir mitunter weit reisen. Nach Maddaloni beispielsweise sind wir geflogen, zurück mit dem Zug. Das sind alles Kostenfaktoren, die wir vorher nicht wissen. Von der FIBA oder der Bundesliga bekommen wir leider keinen Euro, selbst der EuroCup-Sieger nicht. Gewinn oder Verlust hängt also allein von den Zuschauerzahlen ab, und da haben wir in diesem Jahr wahrscheinlich ein kleines Minus. Viel wichtiger ist der internationale Wettbewerb aber für unsere Spielerinnen. Einige wären sicher nicht mehr bei uns, wenn wir da nicht dabei wären.
  • Beschreiben Sie doch mal, was Sie für ein Auswärtsspiel, wie beispielsweise in Maddaloni, alles so auf die Beine stellen?
  • Auswärts ist das nicht so viel. Fahrt und Hotel organisieren, alle Spielerlizenzen einpacken, das ist es eigentlich. Viel schlimmer sind die Heimspiele. Wir müssen den Transport der Gäste und Schiedsrichter vom Flughafen nach Wasserburg stemmen, die Verpflegung organisieren, die FIBA-Verantwortlichen wollen abgeholt werden. Vom internationalen Verband gibt es wieder andere Vorschriften für die Halle als in der Bundesliga und viele andere Kleinigkeiten. Mir wird sicher nicht langweilig.
  • Auswärts waren Sie zuletzt ja immer im Kader, weil Wasserburg sonst die geforderten zehn Spielerinnen nicht aufbieten hätte können. Im Heimspiel werden Margit Krogler und Sladana Komatina aus der Regionalligamannschaft Ihren Platz einnehmen. Traurig?
  • Ich bin froh darüber! Es ist eine wahnsinnige Überwindung, mich umzuziehen und dann mit den Mädels rauszulaufen, warmmachen und so weiter. Aber es macht Spaß und Laufen kann ich ja noch. Wenn sich Katja Munck nicht verletzt hätte, müsste ich den Kader nicht auffüllen. Aber das ist eine einfache Geldfrage. Mit weniger als zehn Spielerinnen anzutreten kostet beim ersten mal 500€ Strafe, beim zweiten mal 1000€ und so weiter. Dabei bin ich ja sowieso und spare dem Verein so ein paar Euro.
  • Auch nächstes Jahr?
  • Ich werde mir einen Spielerpaß ausstellen lassen, aber wirklich nur für den Notfall.
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