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Damen I: Wasserburg ist Meister - 30.04.20104

Wasserburgs Basketballerinnen sind Deutscher Meister - Dramatischer 79:75-Sieg über Dorsten im vierten Spiel

(Weitere Artikel zur Deutschen Meisterschaft: "Kollektiver Jubel", "DBBL-News","Phantastisch", "Europa", "12 Frauen", "Meisterfeier")

Wasserburg ist Deutscher Meister 2004 (fj)- Die Riesensensation ist perfekt: Die Basketballerinnen des TSV Wasserburg schafften das kaum für möglich Gehaltene und bezwangen Topfavorit BG Dorsten mit 79:75 (45:34). Die Innstädterinnen entschieden die Finalserie mit 3:1 Siegen für sich. Als Eszter Biro neun Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen die Überraschung perfekt machte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Sekunden vorher stockte den meisten Leuten in der Halle noch der Atem, als Nicole Johnsons Dreierversuch am Ring tanzte, aber wieder aus dem Korb kullerte.

Als MVP (Most-Valuable Player, d.h. wertvollste Spielerin) der Finalserie wurde Diana Pop vom DBBL-Präsidenten geehrt, und sie entschied auch diesmal Duell mit Mirka Jarchowska klar für sich. Die Aufbauspielerin erzielte 12 Punkte, servierte fünf Assists und schnappte sich dreimal den Ball vom Gegner, während ihr in 40 Minuten auf dem Parkett kein einziger Ballverlust unterlief!

In der restlos ausverkauften Badriahalle sahen knapp 2000 Zuschauer eine packende und dramatische Partie zwischen Deutschlands zwei besten Basketballteams. „Das Spiel hat alles geboten, was man sich von einem Finale erwarten kann". Dorsten, das vor dem Finale 30 von 31 Spielen gewonnen hatte, war durch den Erfolg am letzten Sonntag wild entschlossen, den Ausgleich zu schaffen und ein Entscheidungsspiel in heimischer Halle zu erzwingen. Bei Wasserburg war nichts von Nervosität oder „Angst vor der eigenen Courage" zu spüren.

Beide Mannschaften legten erneut mit hoher Intensität los, wussten aber diesmal auch mit besseren Trefferquote (die bei knapp 50 % lagen) zu überzeugen. Dorsten wie immer gefährlich von der Dreierlinie, insgesamt traf der neue Vizemeister neunmal, Wasserburg dagegen insgesamt variabler und ausgeglichener: Sechs Akteurinnen punkteten zweistellig. „Unsere geschlossene Mannschaftsleistung war sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg" meinte ein überglücklicher Trainer Hans Brei nach der Partie. Das BAUER-Team verstand es auch, den Vorteil über seine „Großen" zu nützen, da Dorsten hier aufgrund der erkrankten Martynova und der mit Foulproblemen behafteten Maria Nikitenko zu nützen.

Im ersten Viertel wechselte die Führung ständig, zunächst war Dorsten leicht vorne, dann Wasserburg, kurz vor der Pause hatten sich die Gäste durch zwei Dreier von Isabelle Grenier wieder einen 20:16-Vorsprung erarbeitet. Mit der Schlusssirene traf Diana Pop, nachdem die kleine Aufbauspielerin sich in der Zone einen Offensivrebound gesichert hatte. Im zweiten Abschnitt kam dann die Zeit von Anne Breitreiner: Die Jung-Nationalspielerin, ganz und gar kein „Nervenbündel", wie in der Dorstener Presse über sie gelästert wurde, übernahm viel Verantwortung, traf einen Dreier und zwei Sprungwürfe, die Wasserburg in Führung und die Halle zum Kochen brachten. Kapitän Anja Sattler setzte noch einen Dreier drauf, und am Ende war es wieder Diana Pop, die mit der Schlusssirene zum 45:34-Halbzeitstand traf. Schön langsam durfte man an den Titelgewinn glauben, so auch Abteilungsleiter Pscherer, der angesichts Last-Second-Treffer meinte: „Das ist ein gutes Zeichen: Wer diese Würfe trifft, geht oft als Sieger vom Parkett!"

Kapitän Anja Sattler: gefragte Interviewpartnerin nach dem Gewinn der Meisterschaft

Dorsten nach der Pause aber nicht entnervt, sondern ganz im Stile eines Hauptrundenmeisters und Pokalsiegers: Aggressive Verteidigung, Ballgewinne und immer wieder Dreier: Mal war es Nicole Johnson, mal Isabell Grenier, Trainer Hans Brei konnte gar nicht mehr hinsehen: „Ich habe vor jedem Spiel gesagt, dass wir ihnen keine freien Distanzwürfe genehmigen dürfen." Plötzlich stand es nur noch 54:53, das Unternehmen Meisterschaft geriet ins Wanken. Doch Diana Pop gelang ein spektakulärer Korb mit Bonusfreiwurf, Anne Breitreiner legte einen Dreier nach und am Ende des dritten Viertels war der Vorsprung wieder auf 63:56 angewachsen.

Dieser Vorsprung hielt bis etwa drei Minuten vor dem Ende, allerdings hatte da Michelle Maslowski das Parkett schon mit fünf Fouls verlassen müssen. Dann schlugen die Gäste wieder von der Dreierlinie zu: Dorothea Richter verkürzte zwei Minuten vor Schluss auf 72:69, Wanda Guyton traf beide Freiwürfe, ehe Isabel Grenier per Dreier zum 74:72 verkürzte. Anne Breitreiner behielt die Nerven und traf zweimal von der Freiwurflinie, doch Christina Ishaque brachte die Dramatik mit ihrem Dreier zum 76:75 auf die Spitze. Diana Pop gelang nur ein Freiwurftreffer, Dorsten hatte so die Chance zum Ausgleich, verlor aber den Ball. Gleiches taten die Innstädterinnen gleich mit dem Einwurf, und so kam Nicole Johnson aus der Ecke relativ frei zum Wurf: Ein Raunen ging durch die Halle, wich aber großem Jubel der Erleichterung, als der Ball nicht durch den Ring fiel und Eszter Biro sich den Rebound schnappte. Die Centerin, die erst seit den Playoffs richtig im BAUER-Team mitspielt, krönte ihre tolle Leistung mit den beiden Freiwurftreffern, die das packende Duell endgültig entschieden.

Um dreiviertel zehn Uhr abends war das Wunder schließlich perfekt: Der TSV Wasserburg durfte sich über seine erste Meisterschaft freuen, und das nach erst drei Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit! Während beim BAUER-Team Tränen der Freude liefen, konnten Dorstens Spielerinnen ihre Enttäuschung kaum verbergen: Sie hatten alles gegeben, waren nah dran und am Ende doch so fern von ihrem Ziel, als Wasserburgs Kapitän Anja Sattler das DBBL-Meisterschaftsschild überreicht bekam.

Es spielten: Anne Breitreiner (14 Punkte, 3 Rebounds), Michelle Maslowski (14 Punkte, 6 Rebounds), Wanda Guyton (13 Punkte, 12 Rebounds), Diana Pop (12 Punkte, 5 Assists, 3 Ballgewinne), Eszter Biro (12 Punkte, 4 Rebounds), Ildiko Vass (11 Punkte), Anja Sattler (3 Punkte), Dagmar Mumesohn, Heidi Lanzendorfer und Margit Krogler.

Das Ehepaar Brei und Jochen Bruch feiern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Ildiko Vass mit der "Meisterschale"

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